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Geschichte der Emmauskirche

Die Emmauskirche ist das Zentrum der Gemeinden in den Stadtteilen Sellerhausen und Stünz. Diese beiden ehemaligen Dörfer wurden im Mittelalter von Leipzig aus kirchlich betreut, besonders durch die Klöster der Dominikaner und der Georgen-Nonnen. Seit der Einführung der Reformation gehörten Sellerhausen und Stünz zum Gemeindeverband Schönefeld. Erst nach dem raschen Wachstum der Bevölkerung durch die Industrialisierung im 19. Jahrhundert wurde dieser Zusammenhang gelöst und am 1. Juli des Jahres 1892 eine selbständige Kirchgemeinde gegründet. Als Betsaal nutzte man zunächst die Aula des ehemaligen Felix-Klein-Gymnasiums (19. Schule an der Portitzer Straße, später zum Humboldt-Gymnasium gehörend und nun leer stehend), bis am 25. März 1900 die Kirche geweiht und nach dem biblischen Ort Emmaus genannt wurde. Zu diesem Zeitpunkt zählte die Gemeinde mehr als 15.000 Mitglieder.

» Bau und Gestalt
» Geläut und Orgel
» Umbau zum Gemeindezentrum
» Instandsetzungen

Bau und Gestalt

Grundriss: :Querschnitt

Die Emmauskirche entstand in den Jahren 1898 bis 1900 nach den Plänen des Architekten Paul Lange, die äußere Form und die innere Gestaltung der Kirche werden vom ausgehenden Historismus geprägt:
Der Grundriss des mit rot-gelben Klinkern in reichen neugotischen Formen verblendeten Ziegelgebäudes verfolgt weitgehend den Gedanken eines Zentralbaus. Das Kirchenschiff ist als große, zentrale Halle mit mittig angelegtem Stuckgewölbe ausgebaut, an die sich der Altarraum und an den Längsseiten chorähnliche Ausweitungen anschließen. Der 66 m hohe Westturm über dem Eingangsbereich prägt mit seiner überstreckten, barock anmutenden Turmhaube und der steilen Turmspitze mit Turmkreuz wesentlich das Bild des Leipziger Nordostens.

Geläut und Orgel

Bis 1917 hingen im Turm drei Bronzeglocken. Zwei von ihnen mussten während des 1. Weltkrieges abgegeben werden, sie wurden 1924 durch drei Stahlglocken mit Es-Dur-Geläut ersetzt wurden.
Mit der Kirche wurde am 25. März des Jahres 1900 auch die von der Firma Kreutzbach in Borna erbaute zweimanualige Orgel geweiht. 1937 erfuhr sie eine grundlegende Änderung: Es entstand eine elektropneumatische Orgel mit drei Manualen und 33 Registern.

Umbau zum Gemeindezentrum

Nach dem Ausbau der Räumlichkeiten im Turm als Jugend- und Christenlehre-Räume wurde die Kirche in den Jahren 1971 bis 1981 im Inneren als Gemeindezentrum umgebaut und renoviert, da die Gemeinde selbst nicht über ein Pfarr- oder Gemeindehaus verfügte:

Der Umbau bedingte eine optische Verkleinerung des Kirchenschiffs, außerdem wurde die Kanzel entfernt; deren Schmuckteile wurdenbeim Bau des neuen Altartisches verwendet. Um das historisch geprägte Aussehen des Kirchenraumes zu erhalten, nahm man diese Eingriffe in die denkmalgeschützte Bausubstanz so behutsam vor, dass der Kirchenraum kaum architektonisch beeinträchtigt wurde. So ist die Emmauskirche zu einem Haus der Gemeinde geworden, in dem an jedem Tag der Woche Leben ist.

Instandsetzungen

Ab 1993 nahm man in mehreren Bauabschnitten die dringend erforderliche Instandsetzung der äußeren Bausubstanz - insbesondere an Fassade und Dach vor. In diesem Zusammenhang wurde auch das Turmkreuz, dass den Kirchturm seit 1900 zierte, durch einen originalgetreuen Nachbau ersetzt. Das alte Turmkreuz ist jetzt im linken Emporenaufgang zu sehen. Nach Abschluss dieser aufwändigen Maßnahmen lädt der Kirchturm nun wieder zur Aussicht über den Leipziger Nordosten ein.
1998 wurde das große Mosaikbild über dem Westeingang restauriert, das Jesus mit zwei Jüngern auf dem Weg nach Emmaus zeigt.
Die zuletzt durchgeführten Vorhaben - die dringend erforderliche Sicherung und Instandsetzung der Glasmalerei der Fenster im Altarraum mit Motiven von Weihnachten, Ostern und Pfingsten sind mittlerweile abgeschlossen, sodass sich das Kirchenschiff erneut in seiner ganzen Schönheit dem Besucher darbietet.

Die Emmauskirche ist ein Beispiel dafür, wie ein Denkmal intensiv und fast ohne Einschränkungen genutzt werden kann und angenommen wird. Ob Gottesdienst oder Geistliche Musik, Seniorentanz oder Offene Kinderkirche - die verschiedenen Räumlichkeiten und die Ausstattung ermöglichen, die kirchliche Gemeinschaft in ihrer ganzen Vielfalt erleben zu können.


25.04.2015 | emm@uslukasweb v5.102.1
Inhalt: Kirchenvorstand | Gestaltung: Tim D. Domigall

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